Vorsorgeauftrag

Seit 01.01.2013 besteht die Möglichkeit, einen erstellten Vorsorgeauftrag nach Art. 360 ZGB beim Zivilstandsamt registrieren zu lassen. Wer infolge eines Unfalls, wegen plötzlicher schwerer Erkrankung oder Altersschwäche urteilsunfähig wird, ist auf die Hilfe Dritter angewiesen. Mittels Vorsorgeaufrages kann eine urteilsfähige Person die Betreuung und die rechtliche Vertretung im Falle der Urteilsunfähigkeit regeln.

Was macht das Zivilstandsamt:

  • Die Eintragung des Hinterlegungsortes sowie allfällige Änderungen oder ein Widerruf können bei jedem Zivilstandsamt beantragt werden (Gebühr CHF 75.00).
  • Das Zivilstandsamt trägt den Aufbewahrungsort des Vorsorgeauftrages im Personenstandsregister ein. Der Vorsorgeauftrag muss nicht vorgewiesen werden.
  • Im Falle einer dauernder Urteilsunfähigkeit darf die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) bei einem beliebigen Zivilstandsamt schriftlich anfragen, ob und wo ein Vorsorgeauftrag aufbewahrt wird. Das angefragt Zivilstandsamt teilt die Antwort der KESB schriftlich mit. So wird gewährleistet, dass der Vorsorgeauftrag so schnell als möglich von der KESB geprüft wird.

Was macht das Zivilstandsamt nicht:

  • Beim Zivilstandsamt können keine Vorsorgeaufträge hinterlegt werden.
  • Das Zivilstandsamt prüft nicht, ob ein Vorsorgeauftrag vorhanden und ob dieser rechtsgültig erstellt worden ist.
  • Keine Beratung oder Ausstellung von Vorsorgeaufträgen. Die KESB, die ProSenectute, das Notariat oder ein/e Jurist/in kann diesbezüglich weiterhelfen.
  • Keine Eintragung oder Aufbewahrung von Patientenverfügungen, Bestattungswünschen und Testamenten.

Haben Sie Fragen?

Wir sind gerne unter Tel. 056 675 52 15 oder E-Mail für Sie da. Für die Eintragung des Hinterlegungsortes, einer Änderung oder einem Widerruf ist vorgängig ein Termin zu vereinbaren.