Erlebniswelt

Brauchtum

AutoscooterBrauchtum hat tiefe Wurzeln. Wenn im Februar die Fasnachtsnarren ihr Unwesen treiben, wenn im Frühjahr und im Sommer festliche Prozessionen durch den Flecken ziehen, wenn anfangs Mai und zu Martini die Mitarbeiter des Werkdienstes die Stände für die Marktfahrer in die Marktgasse stellen, wenn die Kinder mit ihren "Räbeliechtli" durch die für einmal nicht beleuchteten Murianer Strassen gehen und singen, wenn die Samichläuse mit ihren Schmutzli aus der Kirche St. Goar ausziehen und durch die lichterhellen Gassen bimmeln, an den bunten Adventskalender-Fenster vorbei, wenn all dies geschieht, dann tauchen alte Bilder und Geister, Rituale und Vorstellungen wieder auf, werden uralte Bräuche, die auch das Jahr der Menschen von heute gliedern, wieder lebendig, bereichern uns und werden zu farbenfrohem Leben. Immer sind es auch Feste, welche sich mit diesen Zäsuren im Jahreslauf verbinden, Gelegenheit, aus dem Einerlei des Alltags auszubrechen, sei es in Narrenkleidern oder als Maktbesucher.

Fasnacht

Guggenmusik an der FasnachtDer wohl intensivst ausgelebte Volksbrauch in Muri ist die Fasnacht. Da wird - nachdem der ordentliche Gemeinderat abgesetzt ist - Muri wieder in die drei geschichtlichen Dorfgebiete unterteilt, die nun während der Fasnachtstage als eigenständige Städte unter der Regierung dreier Schultheissen stehen. Der Unterstützung durch die verschiedenen Guggenmusiken und Tambouren können sich die Fasnächtler gewiss sein - und auch derjenigen aller Murianer Närrinen und Narren. Grosse Bälle und Umzüge sind Höhepunkte dieser schrillen Februartage.

Räbeliechtli

Feuer mit Menschen in der NachtStiller dagegen der alte Brauch der Winterlichter, der Räbeliechtli, welche die Kinder nach dem frühen Eindunklen durch die spätherbstlichen Strassen und Gassen von Muri tragen. Es kann kein Zufall sein, dass dieser und andere Bräuche die langen Winternächte des Jahres verkürzen?