Muri, 10. Juni 2025
Die angekündigte Schliessung der Geburtenabteilung im Spital Muri per Ende 2025 hat ein Stellenabbau beim Regionalen Zivilstandsamt zur Folge. Das bisher vierköpfige Team wird sich personell verändern. Mit einer gezielten Neuorganisation stellt die Gemeinde Muri sicher, dass das Zivilstandsamt auch künftig professionelle, kundenfreundliche und effiziente Dienstleistungen für die Bevölkerung der Region erbringen kann – wenn auch in angepasstem Rahmen.
Die im Februar 2025 vom Stiftungsrat des Spitals Muri kommunizierte Schliessung der Geburtenabteilung per Ende 2025 betrifft nicht nur das regionale Gesundheitswesen, sondern wirkt sich direkt auf das Aufgabenspektrum des Zivilstandsamtes aus. Die jährlich bis zu 700 Geburtenbeurkundungen bildeten bisher einen zentralen Bestandteil der täglichen Arbeit. Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2025 wird ein deutlicher Rückgang der entsprechenden Geschäftsfälle spürbar sein. Wegfallen werden unter anderem Aktenprüfungen, Urkundenausstellungen, Anerkennungen sowie Beratungen zum ausländischen Namensrecht.

Klar strukturierte Massnahmen
Als Reaktion auf diese veränderte Ausgangslage wurden folgende organisatorische Anpassungen beschlossen:
Veränderungen im Team
Im Zuge der Neuausrichtung kommt es zu personellen Veränderungen. Zwei Mitarbeiterinnen verlassen das Zivilstandsamt – eine davon tritt nahtlos eine neue Stelle als Zivilstandsbeamtin an, eine weitere muss als Folge der Pensenreduktion die Verwaltung nach Ablauf eines mehrmonatigen unbezahlten Urlaubs verlassen. Die anderen beiden Mitarbeiterinnen bleiben erhalten, wobei es zu einer moderaten Erhöhung eines Arbeitspensums kommt.
Ausbildungsstandort bleibt bestehen
Unverändert bleibt das Engagement der Gemeinde Muri in ihrer Rolle als Ausbildungsstandort. Die seit einem Jahr etablierte Lernendenbetreuung wird gezielt weitergeführt. Im halbjährlichen Wechsel absolvieren Lernende zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann EFZ Gemeinde eine praxisnahe Ausbildungsphase im Zivilstandswesen – ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung.