Die Kantone sind seit 2016 verpflichtet, eine Planung zu erstellen und jene Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zu identifizieren, die eine zusätzliche Behandlungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen einbauen müssen. Diese Verunreinigungen stammen aus zahlreichen alltäglichen Produkten wie Medikamenten, Reinigungsmitteln, Kosmetika, Pflanzenschutzmitteln und industriellen Erzeugnissen und gelangen unter anderem über gereinigtes Abwasser in die Gewässer. Im Kanton Aargau sind acht regionale ARAs von dieser neuen Bundesvorschrift betroffen, darunter auch die ARA Muri. Neben der Implementierung der neuen Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen musste die ARA Muri umfassend saniert werden, da die Anlagen ihre Alters- und Leistungsgrenzen erreicht haben.
Die Gesamtsanierung der ARA Muri umfasste neben der Installation der neuen Reinigungsstufe auch die Erneuerung und Instandstellung verschiedener Anlagen und Bauteile, darunter ein neues Regenbecken, die Hebeanlage, die Klärstufen und diverse technische Ausrüstungen. Auch die Umgebungsarbeiten sowie die Elektro- und Steuerungstechnik wurden erneuert.
Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierung und Ausbau ARA Muri belaufen sich auf CHF ca. 12'000'000 inkl. MWST und beinhalten zudem Honorare für die Planungs- und Bauarbeiten sowie für die notwendigen Genehmigungen und Inbetriebnahmen.
Das Projekt ist erfolgreich abgeschlossen.